Projekt

Um zusätzlichen städtischen Wohnraum zu schaffen ohne dabei weitere Flächen zu versiegeln, planen wir mit unserem Wettbewerbsbeitrag die Erweiterung des Café Ada um vier Geschosse. Außerdem werden wir eine repräsentative Wohneinheit aus unserer Planung selbst bauen und unter Wettbewerbsbedingungen betreiben.

Mit neuen Innovationen soll städtisches Bauen und Leben CO2-neutral ermöglicht werden und dabei das soziokulturelle Umfeld verbessert werden.

Das Nachhaltigkeitskonzept, welches die Grundlage für die Renovierung und Erweiterung des Café Ada bildet, basiert auf Suffizienz, Effizienz, Konsistenz und Resilienz. Dieses Konzept wird in den Teilbereichen Architektur, Energie und Konstruktion verfolgt.

Die obersten drei Geschosse des Café Ada werden eine unterschiedliche Wohnungsgrößen von einer bis vier Personen anbieten, ebenso Gemeinschaftsflächen und Co-Working-Räume.

Durch die Reduktion von Energieverlusten und der Gewinnung von solarer Energie an der Fassade und auf dem Dach, kann der Holzbau einen großen Autarkiegrad erreichen.

Suffizienz

Durch die ressourcenschonende Bauweise wird der Bedarf an Material auf das Minimum reduziert. Durch diese Bau- und Wohnweise sollen auch die Lebensgewohnheiten der Bewohner sensibilisiert werden. Flexible Grundrisse sind notwendig: Flächen sollen mehrfach genutzt und sinnvoll kombiniert werden. In den oberen drei Geschoßen des Gebäudes wird ein Wohnungsmix angeboten; Gemeinschaftsräume und CO-Working-Spaces können von den Bewohnern des gesamten Quartier Mirke genutzt werden. Außerdem soll die Haustechnik auf ein Minimum reduziert werden. Hocheffiziente Geräte werden eingebaut, welche den Energiebedarf und die Nebenkosten senken.

Wir nutzen die bestehende Gebäudestruktur um der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.

Effizienz

Auf der technischen Ebene soll der Energie- und Ressourcenverbrauch reduziert werden. Die geringen Baukosten sollen im Soziokulturellen Umfeld eine Gentrifizierung vermeiden. Die Erhöhung der Kosteneffizienz wird durch abgestimmte Maßnahmen, wie ressourcenschonendem Materialeinsatz, einer hocheffiziente Gebäude oder einem netzverträglichen Gebäudebetrieb erreicht.

Konsistenz und Resilienz

Das kompakte Gebäude wird durch eine energieerzeugende und hoch wärmegedämmte Gebäudehülle begrenzt. Es wird lediglich effiziente und wartungsarme (Haus-)Technik eingesetzt. Der hochwertige Neubau wird das bestehende Gebäude aufwerten und eine Sanierung unter Beibehaltung der bisherigen Nutzung ermöglichen.

Sketch of the building design in the urban concept.

Ausführung

Das Nachhaltigkeitskonzept spiegelt sich in der Verwendung von innovativer Konstruktionen aus regionalverfügbaren Holz wider. Bauteile sind trennbar und wiederverwendbar, ein hoher Vorfertigungsgrad ermöglicht kurze Bauzeiten und Sicherstellung einer guten Ausführungsqualität und schadstofffreies Bauen trägt zum gesunden Leben bei. Energieverluste werden durch das Erreichen des Passivhaus-Standards, dem Einsatz von Wärmerückgewinnung in mehreren Bereichen und der Aufbau eines Gleichstrom-Versorgungsnetzes minimiert. Gewonnen wird die Energie überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen an der Fassade und auf dem Dach und mit Hilfe von kombinierten Speichersystemen kann ein hoher Autarkiegrad erreicht werden.